Out of the Woods!

2021/2022
c-prints
5 x à
30 x 30 cm

Als Kinder spielten wir im Wald. Wir hatten Glück, er war sehr nahe und wir wussten, er war ein Treffpunkt für Alle. Mit einem Stock kochten wir Hexengebräu, mit Steinen stauten wir den Bach, Waldreben hielten unsere Hütten zusammen, Äste spendeten uns Schatten, Baumstümpfe dienten als Tisch, Zapfen waren Zahlungsmittel, Moos deckte das Dach. Die Phantasie schien grenzenlos zu sein. Zeit existierte nicht. Nach 25 Jahren kehre ich an den Ort zurück, den ich mit Heimat verbinde. Ich bemerke, meine Kindheitserinnerungen sind verblasst; Sie haben sich vermischt, verändert, sublimiert. Ist eine Abbildung eines Ortes möglich, der derart durch persönliche Erfahrung romantisiert wird? Lässt sich dieses sensible Ideal darstellen? Ist eine Abbildung in neutraler Art und Weise überhaupt möglich? „Out Of The Woods!“ ist ein Experiment; Es sind fünf Beschreibungen eines Ortes, der persönlich intensiv mit Erinnerungen behaftet ist; Rufen die Fotographien beim Betrachter ähnliche Erinnerungen und Erfahrungen hervor? Ist es auch für den Betrachter eine Einladung zum Erinnern? Und? Was hast du im Wald getrieben?